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Literarisches von Alfred Keil alias Angelo Niklas

 

2. August 2020

Alfred Keils Kolumne

... EINE PAUSE. Eine große Pause auf dem Schulhof in der Friedberger Burg.

Ich stehe bei einer Gruppe Mädchen, die sich über die zunehmende Gewalt an Frauen ereifern. Martina aus der Klasse unter mir, aus der 12s, stößt hervor: „Wir sollten uns zusammentun und jeden aggressiven Mann gründlich verprügeln!“ Ihre grünen Augen blitzen mich an.

Da fährt aus mir heraus, und ich weiß nicht warum: „Mich hat noch nie eine Frau geschlagen!“ Im selben Augenblick explodiert das blonde Mädchen, doch ich kann ihrer Backpfeife gerade noch ausweichen. Sie ist so wütend, dass sie es erneut versucht. Ich laufe weg, sie läuft hinter mir her. Als ich um die Linde am „Kasten“, dem Knaben-Internat, herumkurve, erreicht meine Ohren ein fröhlicher Bass: „Na, was ist denn hier los?“

Mein Sportlehrer Bulli Amtmann hat die Tabakpfeife aus dem Mund genommen und lacht aus vollem Hals. Ich bleibe stehn und mache Meldung: „Herr Dr. Amtmann, ich habe leichtsinnigerweise behauptet, noch nie von einer Frau geschlagen worden zu sein. Und da wollte Martina ein wenig Abhilfe schaffen.“

Bulli stellt sein Grinsen ein: „Junge Frau, einen solchen Jungen haut man nicht. Man umarmt ihn, man liebkost ihn, man küsst ihn!“

Martina ist immer noch in Fahrt. Sie umarmt mich stürmisch und beißt mir in beide Lippen. Bevor ich weiß, wie mir geschieht, ist sie verschwunden.

Bulli, ein wenig nachdenklich: „Sieh zu, dass du sie beruhigst. Ich glaube, sie mag dich.“

Martina hat sich auch ohne mein Zutun beruhigt. Ich habe mich ihr nie wieder genähert. Denn ich war auch als Oberprimaner noch ziemlich prüde. Wer über dieses Thema mehr erfahren möchte, schaue in das Buch „Ein Kuss an der B 3“. Dieses Buch ist von mir.


Alfred Keil: "Ein Kuss an der B 3", 2012
12,80 Euro.
ISBN 978-3-00-040271-5

Bei uns erhältlich
Telefon 06408 5006395

 

 

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