|
|
|
14 Tage Camino Francés
mit dem Rad |
|
Alfred Weis, der in
seiner Freizeit oft auf dem Rad sitzt, hauptsächlich auf dem
Mountainbike, hat sehr oft gute Ideen. Bei ihm kommt erschwerend hinzu, dass
er das, was er sich ausgedacht hat, stets in die Tat
umsetzt. So war es auch gewesen, als er im Jahr 2009 zusammen
mit seinen MTB-Freunden auf dem Rad die Alpen überquert hatte
(von Garmisch zum Gardasee). Kaum war das vollbracht, befasste
er sich mit einem neuen Plan: Jakobsweg mit dem Fahrrad. |
 |

Die Iberische
Halbinsel mit Spanien und Portugal ist flächenmäßig nahezu
doppelt so groß wie Deutschland. Die blaue Umrandung auf der
großen Karte (links) kenn-zeichnet die Region, in der der Camino
Francés verläuft, von St.-Jean-Pied-de-Port in den französchen
Pyrenäen bis über Santiago de Compostela hinaus zum Cabo
Finisterre, der Landspitze im äußersten Nordwesten von Spanien,
in Galicien. Klicken Sie die Übersichtskarte (oben) an, um sich
einen großformatigen Überblick mit einer Detail-Darstellung
aller 13 Streckenabschnitte zu verschaffen. |
|
|
Und dann war es
soweit!
Eine Gruppe mit
sieben Teilnehmern, sechs Männern und einer Frau, überwiegend
Busecker, darunter die
Bergkönig-Organisatoren Alfred Weis und Michael Schäfer,
befuhr den klassischen Jakobsweg, den Camino Francés, am Stück mit
dem Mountainbike. Sie vertrauten dabei auf die
bewährte professionelle Unterstützung des auf Radtouren spezialisierten
Veranstalters
ULPtours,
mit dem die Busecker Alpenüberquerer bereits zwei Jahre zuvor gute
Erfahrungen gemacht hatten. |
|
"Wir sind dann
'mal weg!" So oder so ähnlich verabschiedeten am Abend
des 15.
September 2011. Mit dem Bus von
ULPtours
ging's nonstop rund 1450 km gen Südwesten über Frankfurt,
Saarbrücken, Metz, Paris, Bordeaux in die Pyrenäen zum
Ausgangspunkt St.-Jean-Pied-de-Port. Dort begann am 17.
September das Radabenteuer - geführt von einem weiblichen
ULPtours-Guide.
Von nun an mussten sich die Busecker Radpilger auf ihre körperliche
Fitness und auf ihr Material verlassen. |
|
Camino
Francés - das heißt auf deutsch "Franzosen-Pfad". Dieser
Name hat seinen Ursprung darin, dass die nordspanischen
Herrscher seit dem 11. Jahrhundert mit allen möglichen
Vergünstigungen Leute aus Frankreich anlockten, damit diese
die damals bereits sehr bedeutende zwischen den Pyrenäen und
Galicien verlaufende Verkehrsachse besiedeln. Auf diese
"Franzosen" bezieht sich der Name. |
|
|
14 Etappen
waren zu absolvieren. Nach 12 Etappen erreichten sie zwar schon das Ziel
Santiago de Compostela. Das war ihnen aber nicht
genug. Die 13. Etappe führte sie von Santiago weiter nach Westen
zum Cabo Finisterre, einer von Atlantikwellen umspülten Landspitze.
Damit hatten sie eine
Radfahrstrecke von sage und schreibe rund 1000 km zurückgelegt. Dass das alles wahrlich kein Zuckerschlecken
war,
erkennt man spätestens dann, wenn man erfährt, dass auf der Tour mehr
als fast 15 000 Höhenmeter zu überwinden waren. Nachdem sie noch
einen Besichtigungs- und Erholungstag in Santiago verbracht
hatten, traten sie die Rückreise über 2150
km an. Am 2. Oktober waren sie wieder zuhause - wohlbehalten,
glücklich und mit eine Rucksack voller unvergesslicher
Erlebnisse. |
|
Acht
Welterbestätten
Auf dem
Jakobsweg bzw. in unmittelbarer Nähe davon trifft man auf
unzählige kulturelle Highlights, darunter allein acht von
der UNESCO als solche "geadelte" Welterbestätten, nämlich
|
|
 |
Der Plan, dass
wir täglich einen aktuellen Bericht und aktuelle Fotos
erhalten, die wir hier umgehend publizieren, wurde perfekt
umgesetzt. Unsere Leser wurden stets zeitnah über den
Verlauf der Reise auf dem laufenden gehalten. Auch mein
Blitzbesuch in Santiago de Compostela funktionierte
einwandfrei. |
|
|